Hier ein Auszug aus der Ansprache unserer Schulleiterin:
Wir als Schulgemeinschaft haben zusammen Geld gesammelt, um diesen Edelstein zu kaufen. Das zeigt: Wir gehören zusammen, und unsere Schule ist wertvoll für uns. Wir sind die ersten Schülerinnen und Schüler, Familien, Kinder, Lehrkräfte und Mitarbeitende. Nach uns werden weitere Generationen kommen, die wir vielleicht nicht mehr kennenlernen werden. 
Wir können den Neubau nicht allein bezahlen. Viele Menschen helfen uns dabei – dafür sind wir sehr dankbar. Aber diesen Edelstein haben wir gemeinsam gekauft: einen Rubin, so wie man ihn in Afrika in der Erde findet. Er soll ein besonderer Grundstein für unsere Schule sein.
Mit dem Edelstein wollen wir auch zeigen: Wir haben Respekt vor diesem Ort. Es ist etwas Besonderes, dass wir hier eine Schule bauen dürfen. 
Die Erde gehört uns nicht einfach – sie ist Teil der Natur. Und wir Menschen gehören auch zur Natur. Deshalb müssen wir gut und achtsam mit ihr umgehen.
Dieser Ort hat eine lange Geschichte. Schon vor sehr langer Zeit haben hier Menschen gelebt – sogar zur Zeit der Römer und noch früher. Sie haben schöne Dinge erlebt, aber auch schwere Zeiten durchgemacht. Manche haben hier im Krieg ihr Leben verloren. Andere waren traurig, weil ihre Träume nicht so geworden sind, wie sie es sich gewünscht haben.
Jetzt dürfen wir hier unseren Traum verwirklichen: unsere neue Ingeborg-Herrmann-Schule. Das ist etwas ganz Besonderes. Und wir sind verbunden mit allen Menschen, die vor uns hier waren, und mit denen, die nach uns kommen werden. Auch ihnen wollen wir Respekt zeigen.
Als Christen glauben wir: Christus ist der Eckstein, der unseren Glauben zusammenhält und dieser Ort mit seinen Möglichkeiten ist ein Geschenk von Gott. Wir dürfen ihn nutzen und gestalten. Dafür bin ich sehr dankbar – Gott und allen Menschen, die beim Bau helfen.
Im Weihnachtsgottesdienst haben wir unseren Edelstein gesegnet. Wir haben ihm auch viele gute Wünsche mitgegeben – auf kleinen Sternen. Darauf steht, wie unsere Schule sein soll: freundlich, fair und voller Gemeinschaft.
Jetzt wollen wir den Edelstein und die Sterne dankbar und mit Respekt in die Erde legen. Sie sollen das Fundament für unsere neue Schule bilden.
Nachdem der Stein und die Sterne mit den guten Wünschen mit einer kleinen Zeremonie ihren Platz gefunden hatten, sprachen die Klassensprecher dieses Gebet.

Guter Gott,
danke für diesen Grundstein.
Er soll fest und stark sein,
so wie es deine Liebe zu uns ist.

Guter Gott,
höre auf unsere Wünsche für unser neues Schulhaus,
dass es ein schöner, friedlicher Ort wird, 
an dem wir fröhlich lernen, 
einander helfen und Gutes tun.

Guter Gott,
segne alle, die an unserem neuen Schulhaus arbeiten,
beschütze sie vor Gefahren, Krankheit, Unfällen und Streit.
Lass alles gut gelingen, was sie sich vorgenommen haben.

Guter Gott,
segne alle, die unser neues Schulhaus finanzieren und Geld dafür geben.
Schenke ihnen Freude an ihrem Beitrag 
und lass sie erfahren,
dass ihre Hilfe Gutes bewirkt 
für viele Kinder und Erwachsene.

Guter Gott,
segne uns alle.
Heute ist ein Tag, du gemacht hast. 
Wir dürfen uns freuen und fröhlich sein, 
weil wir bei so etwas besonderem dabei sind.

Guter Gott,
wir denken an die vielen Menschen, die vor uns hier gelebt und gearbeitet haben, 
an ihre Freude und an ihr Leid.
Du hast unsere Schulgemeinschaft zu einem Anfang gemacht, 
auf den noch viele Generationen von Kindern, Eltern, 
Lehrkräften und anderen Mitarbeitenden folgen werden. 
Dafür danken wir dir.

Guter Gott,
Mach unsere Schule zu einem Ort der Gemeinschaft, 
des Friedens und der Hoffnung.

Am Ende verabschiedeten wir uns mit einem Segenslied:
„Viel Glück und viel Segen auf all unseren Wegen 
beim Bauen und Lernen, das schenke uns Gott.“

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